
Der um die Gitarre tanzt
Mit 14 Jahren kaufte ich meine erste E-Gitarre mit kleinem Verstärker bei Walther im Viertel in Bremen. Diese Gitarre wurde schon nach kurzer Zeit vollständig zerlegt. abgeschliffen, dem Korpus eine neue Form gegeben und neu lackiert (Spraydose aus dem Baumarkt).
Vieles vom Spielen habe ich mir selbst beigebracht, Unterricht hatte ich wenig. Ich erkannte schnell, dass ich nicht der "begabte" oder der "begnadete" Gitarrist bin und auch nicht werde. Hat mich nie gestört, ich hab das gespielt, wie ich es wollte.
Erster Auftritt auf meiner eigener Abi-Abschlussfeier mit der damaligen Band für 4 Stücke. WOW!
Während der Studienzeit war meine Musikerkarriere auf dem Höhepunkt: Auftritte mit JUST und Long-Pete auf Bikerfesten und Stadtfesten... das hat schon Spass gemacht! So traf ich Michael, begnadeter Gitarisst übrigens, der die geniale Idee hatte eigene E-Gitarren zu bauen und zu verkaufen. Zusammen mit seinem Bruder Roger, der eine Tischlerei besaß (wie vorteilhaft!) wurde die Marke "Plate-Guitars" gegründet und ich habe als Nebenjob (neben dem Studium) Gitarren (mit-) gebaut. Ich bin sehr dankbar dafür das alles lernen zu dürfen. Sehr eindrucksvoll war die Austellung auf der Musikmesse Frankfurt und andere diverse Events. Der Höhepunkt für Plate-Guitars war wohl der Besuch beim Guns+Roses Gitarristen (nein, nicht Slash!) beim Open Air im Bremer Weserstadion in ca. 1995. Der bekam eine Plate-Gitarre zur Verfügung gestellt und war dann Endorser für Plate-Guitars.
Mit dem Ende des Studiums und dem Beginn meiner Arbeitswelt konnte ich nicht mehr weiter Plate-Guitars unterstützen und habe den "Nebenjob" beendet. Zu Beginn der Job Zeit war es etwas Mau mit dem Musiker-Leben.
Jahre später traf ich Birger, mit dem ich einige Akustik-Sessions machte. 2 Akustik-Gitarren und ich hab gesungen. Und guck: das war mal nicht schlecht! Das war gut!
Eine musikalische Heimat habe ich in ca. 2012 bei Röhrich gefunden. Schöner klassischer Cover-Rock aus den 60er bis 90er. Ca 8 Jahre haben wir eine tolle Zeit gehabt. Mich zog es allerdings weiter und so bin ich, über mehrere Zwischenstationen, in 2024 bei Tryxxter gelandet.
Danke an die Band, dass ich dabei sein darf! Und bitte an die Band, dass Ihr mich haben könnt!
Was sich durch meine gesamte Musiker-Laufbahn zieht. wie ein roter Faden: Optimieren der Gerätschaften.
Gitarren: Verbesserungen der Saitenlagen, Bespielbarkeit, Klang, Tausch von Teilen, wie klingt der Pickup in der Position, klingt der Pickup im Rahmen besser als direkt ins Holz geschraubt? kann man das nicht besser selber bauen?, etc.
Amps und Boxen: Immer auf der Suche nach "MEINEM" Sound: andere Speaker, andere Verkabelung, Beamblocker, oder teure Deflex -Systeme, Sperrholz statt Spanplatte in der Rückwand, neue Boxen, andere Boxen, 15W Vollröhre in der Sättigung besser als 100W. Oder besser ggf. 40W Vollröhre für die Mitte? Klingt das gut? laut? leise?
Marshall besser als Laney? Engl ist immer noch nicht meins! (obwohl ich es gerne anders hätte),
Und immer wieder: Ich kann mich nicht hören! ich höre immer nur die anderen. Was soll das?
In 2025 bekam ich die Aufgabe im Rahmen meiner schamanischen Ausbildung ein Kunstprojekt zu erschaffen, in dem mein Werdegang des vergangenen Jahres dargestellt wird. Und schnell wurde mir klar: Das mache ich mit Gitarre (Akustik) und Gesang.
Alte bekannte Lieder, die Teile und Seinszustände von mir beschrieben haben, habe ich neu interpretiert und dem erlaugtem Auditorium zum Besten gegeben. Und von der Anspannung mal abgesehen lief es gut. Ich hatte Spass dabei, meine Geschichten zu erzählen; verbal oder mit Gitarre, und ich liebe es die Menschen mit Witz, Tiefgründigkeit, etwas Ironie und auch Poesie zu unterhalten!
Danke für diese Erfahrung!
